Die Grenze zwischen Bulgarien und Nordmazedonien spielt eine wichtige Rolle für den Verkehr zwischen den beiden Balkanländern. Diese Grenze, die gleichzeitig eine EU-Außengrenze ist, ist von politischer, wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung. Die Antwort auf politische Herausforderungen und die Lage in Bulgarien haben die Stabilität und Entwicklung des Landes maßgeblich beeinflusst. Trotz der geografischen Nähe gibt es deutliche Unterschiede in Bezug auf die Mitgliedschaft in internationalen Organisationen, da Bulgarien Teil der Europäischen Union ist, während Nordmazedonien weiterhin auf den Beitritt wartet.
Die Grenze zwischen Bulgarien und Nordmazedonien verläuft über 162 Kilometer und ist überwiegend durch Gebirgsregionen geprägt. Diese natürliche Barriere beeinflusst nicht nur die Anzahl der Grenzübergänge, sondern auch deren Zugänglichkeit. Aufgrund der geographischen Gegebenheiten sind nur wenige Grenzübergänge für den internationalen Verkehr geöffnet, was vor allem in Stoßzeiten zu langen Wartezeiten führen kann.
Ein bemerkenswertes Detail dieser Grenze ist ihre Rolle als EU-Außengrenze. Da Bulgarien Mitglied der Europäischen Union ist und Nordmazedonien nicht, gibt es strikte Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen, die an den Grenzübergängen umgesetzt werden. Dies betrifft sowohl den Personen- als auch den Warenverkehr.
Obwohl Bulgarien seit dem 31. März 2024 Teil des Schengenraums ist, führen die Landgrenzen zu Nicht-EU-Staaten, einschließlich Nordmazedonien, weiterhin Grenzkontrollen durch. Das bedeutet, dass Reisende, die die Grenze passieren möchten, mit Ausweis- und Zollkontrollen rechnen müssen. Ein gültiger Reisepass oder Personalausweis ist für die Einreise nach Nordmazedonien erforderlich.
Für Bürger der EU sowie der EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz) ist kein Visum notwendig, wenn der Aufenthalt in Nordmazedonien weniger als 90 Tage beträgt. Reisende sollten jedoch sicherstellen, dass ihre Reisedokumente noch mindestens sechs Monate nach der Einreise gültig sind. Die deutsche Botschaft bietet in Krisensituationen Unterstützung und stellt wichtige Informationen und Beratungen für Deutsche im Ausland bereit.
In Nordmazedonien ist die offizielle Währung der Mazedonische Denar (MKD). Reisende sollten sich im Vorfeld mit ausreichend Bargeld versorgen, da insbesondere an kleineren Grenzübergängen und in ländlichen Gebieten nicht immer Geldautomaten oder die Möglichkeit zum bargeldlosen Zahlen vorhanden sind. Kreditkarten werden in größeren Städten und touristischen Zentren akzeptiert, jedoch nicht flächendeckend.
Es ist wichtig zu wissen, dass an den Grenzübergängen selbst in der Regel keine Möglichkeit besteht, größere Geldbeträge zu wechseln. Wer für die Reise von Bulgarien nach Nordmazedonien noch bulgarische Lew (BGN) in Denar tauschen möchte, sollte dies vorab in Bulgarien erledigen.
Es gibt mehrere Grenzübergänge zwischen Bulgarien und Nordmazedonien, von denen die folgenden die bedeutendsten sind:
Der folgende Abschnitt gibt Ihnen einen Überblick darüber, ob Sie eine Vignette benötigen und ob es mautpflichtige Streckenabschnitte gibt.
Auf den bulgarischen Nationalstraßen herrscht eine Vignettenpflicht. Diese Vignettenpflicht betrifft alle Kfz bis 3,5 t zGG sowie Wohnmobile (unabhängig von ihrem Gewicht). Es kommt hinzu, dass Fahrzeuge mit Gespannen (also z. B. Auto + Anhänger) bei dem Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichts von 3,5 t zGG, eine zusätzliche Vignette für ihre Anhänger benötigen.
Von der Vignettenpflicht ausgenommen sind Motorräder. Außerdem müssen Fahrzeuge mit einem Gewicht über 3,5 t zGG eine streckenbezogene Maut entrichten und keine Vignette erwerben (ausgenommen PKWs mit Anhänger, die über ein Gewicht von 3,5 t zGG kommen).
(Nutz-) Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über 3,5 t zGG müssen eine streckenbezogene Maut entrichten, d. h. es wird die Streckenlänge berechnet, die von den Fahrzeugen genutzt wurde. Die Höhe der Maut hängt außerdem von der Euro-Emissionsklasse (Schadstoffbelastung), der Anzahl der Achsen sowie der Art der Straße ab. Die Bezahlung der Maut erfolgt durch eine vorab erworbene Streckenkarte (Routenpass), bei der die Fahrstrecke angegeben werden muss. Alternativ zum Routenpass kann ein Vertrag mit einem nationalen Mauerhebungsdienst-Anbieter erfolgen, wodurch die Maut mit einem elektronischen Sendegerät (On-Board-Unit) oder einem GPS-Tracker erfasst wird.
Die Donau-Überquerungen gelten als Sondermautstrecken. Demnach müssen Sie für die Nutzung von Donau-Überquerungen, unabhängig von einer bereits erworbenen Vignette oder der Entrichtung einer streckenbezogenen Maut, zusätzliche Gebühren bezahlen. Mögliche Donau-Überquerungen befinden sich zwischen Rumänien und Bulgarien.
Der folgende Abschnitt gibt Ihnen einen Überblick darüber, ob Sie eine Vignette benötigen und ob es mautpflichtige Streckenabschnitte gibt.
In Nordmazedonien existiert bisher keine digitale Vignette, allerdings werden Mautgebühren erhoben.
Reisende, die nach Nordmazedonien einreisen, sollten beachten, dass auf den Autobahnen Mautgebühren in Form einer streckenbezogenen Maut erhoben werden, die je nach Fahrzeugklasse und gefahrenen Kilometern variieren. Die streckenbezogene Maut kommt bei den Autobahnen A1, A2 und A4 zum Tragen. Es sind die folgenden Fahrzeugklassen zu beachten:
Die streckenbezogene Maut kann an den Mautstationen bar im Mazedonischen Denar oder mit Kreditkarte bezahlt werden. Es ist ratsam, sich vorab über die genauen Gebühren zu informieren, um ausreichend Bargeld oder eine passende Zahlungsmöglichkeit bereitzuhalten.
Dieser Überblick über den Grenzübergang zwischen Bulgarien und Nordmazedonien bietet alle wichtigen Informationen, die Sie für eine reibungslose und gut vorbereitete Reise benötigen. Egal ob Grenzkontrollen, Einreisebestimmungen oder Mautgebühren – gut informiert zu sein, erleichtert die Fahrt erheblich.