Der Grenzübergang zwischen Bulgarien und Serbien ist ein wesentlicher Bestandteil des Verkehrsnetzes zwischen den beiden Ländern und spielt eine bedeutende Rolle sowohl für den Handel als auch für den Tourismus.
Die Grenze zwischen Bulgarien und Serbien erstreckt sich über eine Länge von 318 Kilometern. Historisch gesehen hat die Bevölkerung in diesen Grenzregionen eine bedeutende kulturelle Rolle gespielt, insbesondere durch den Einfluss der muslimischen Bevölkerung und deren Übertritte zum Islam sowie den Widerstand gegen die Hellenisierung. Sie, die einst ein Symbol für die Trennung zwischen dem Osten und Westen Europas war, hat heute eine andere Bedeutung: Sie markiert den Übergang zwischen einem EU-Mitgliedstaat und einem Land, das sich um den EU-Beitritt bemüht. Die Hauptstadt von Bulgarien ist Sofia.
Da Bulgarien Teil der Europäischen Union ist, Serbien aber noch nicht in den Schengen-Raum integriert wurde, finden an der Grenze zu Serbien weiterhin umfassende Grenzkontrollen statt. Diese Kontrollen gelten sowohl für Personen als auch für Fahrzeuge. Reisende müssen gültige Reisedokumente vorlegen und können stichprobenartig einer Zollkontrolle unterzogen werden. Die Einreisebestimmungen für Serbien erfordern in der Regel als Reisedokumente einen Reisepass, für einige Nationalitäten auch ein Visum.
Serbien hat als offizielle Währung den Serbischen Dinar (RSD). Für Reisende ist es ratsam, ausreichend Serbische Dinar mit sich zu führen, da nicht an allen Grenzübergängen mit Euro oder Kreditkarte gezahlt werden kann. An einigen Übergängen gibt es jedoch Möglichkeiten, die Mautgebühren in Euro zu begleichen.
Die wichtigsten Straßengrenzübergänge zwischen Bulgarien und Serbien sind:
In der Ferienzeit und an Wochenenden kann es zu mehrstündigen Wartezeiten an den Grenzübergängen kommen. Die Grenzen zwischen Bulgarien und Serbien sind EU-Außengrenzen. Trotz Bulgariens Beitritt zum Schengen-Raum finden weiterhin Grenzkontrollen statt. Ein neuer Grenzübergang im Dorf Petacinci ist geplant, der nur für den Personenverkehr konzipiert ist. Dieser soll den stark frequentierten Übergang Gradina entlasten, besonders in der Tourismussaison. Die Grenzregion, insbesondere um die Stadt Dimitrovgrad, hat eine komplexe Geschichte mit wechselnder Zugehörigkeit zu Serbien und Bulgarien, was die Identität der Bewohner geprägt hat.
Der folgende Abschnitt gibt Ihnen einen Überblick darüber, ob Sie eine Vignette benötigen und ob es mautpflichtige Streckenabschnitte gibt.
Auf den bulgarischen Nationalstraßen herrscht eine Vignettenpflicht. Diese Vignettenpflicht betrifft alle Kfz bis 3,5 t zGG sowie Wohnmobile (unabhängig von ihrem Gewicht). Es kommt hinzu, dass Fahrzeuge mit Gespannen (also z. B. Auto + Anhänger) bei dem Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichts von 3,5 t zGG, eine zusätzliche Vignette für ihre Anhänger benötigen.
Von der Vignettenpflicht ausgenommen sind Motorräder. Außerdem müssen Fahrzeuge mit einem Gewicht über 3,5 t zGG eine streckenbezogene Maut entrichten und keine Vignette erwerben (ausgenommen PKWs mit Anhänger, die über ein Gewicht von 3,5 t zGG kommen).
(Nutz-) Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über 3,5 t zGG müssen eine streckenbezogene Maut entrichten, d. h. es wird die Streckenlänge berechnet, die von den Fahrzeugen genutzt wurde. Die Höhe der Maut hängt außerdem von der Euro-Emissionsklasse (Schadstoffbelastung), der Anzahl der Achsen sowie der Art der Straße ab. Die Bezahlung der Maut erfolgt durch eine vorab erworbene Streckenkarte (Routenpass), bei der die Fahrstrecke angegeben werden muss. Alternativ zum Routenpass kann ein Vertrag mit einem nationalen Mauerhebungsdienst-Anbieter erfolgen, wodurch die Maut mit einem elektronischen Sendegerät (On-Board-Unit) oder einem GPS-Tracker erfasst wird.
Die Donau-Überquerungen gelten als Sondermautstrecken. Demnach müssen Sie für die Nutzung von Donau-Überquerungen, unabhängig von einer bereits erworbenen Vignette oder der Entrichtung einer streckenbezogenen Maut, zusätzliche Gebühren bezahlen. Mögliche Donau-Überquerungen befinden sich zwischen Rumänien und Bulgarien.
Der folgende Abschnitt gibt Ihnen einen Überblick darüber, ob Sie eine Vignette benötigen und ob es mautpflichtige Streckenabschnitte gibt.
In Serbien herrscht keine Vignettenpflicht, jedoch eine streckenbezogene Maut.
Die streckenbezogene Maut richtet sich nach der gefahrenen Strecke, die an Mautstationen oder mit Hilfe elektronischer Systeme beglichen werden kann. Die Schnellstraßen und Autobahnen sind somit für alle Fahrzeuge KFZ gebührenpflichtig und die Gebühr richtet sich demnach entsprechend dem Fahrzeug:
Die Bezahlung kann an den Mautstationen erfolgen, indem Sie ein Ticket ziehen, wenn Sie die Autobahn verlassen. Je nach Strecke und Fahrzeug bzw. Fahrzeugklasse fällt die Höhe der zu entrichtenden Maut höher aus. An den Mautstationen können Sie sowohl mit Bargeld als auch mit Kreditkarte oder Bankkarte bezahlen. Zudem ist das Begleichen Ihrer streckenbezogenen Maut mit dem Euro möglich, jedoch sollten Sie beachten, dass Sie die serbische Währung (Dinar) zurückerhalten.
Dieser Überblick über den Grenzübergang zwischen Bulgarien und Serbien bietet alle wichtigen Informationen, die Sie für eine reibungslose und gut vorbereitete Reise benötigen. Egal ob Grenzkontrollen, Einreisebestimmungen oder Mautgebühren – gut informiert zu sein, erleichtert die Fahrt erheblich.